Es ist schon einige Zeit her, dass ich ein Wochenende im Subiaco war. Von dort habe ich zwei Eindrücke mitgebracht, die ich Euch nicht vorenthalten will:
Diesmal nur der erste:
Ich hörte dort einen Vortrag von Dr. Yuval Lapide zum Thema „Wo ist Gott?“ der mich schlichtweg begeisterte. Streiflichter daraus:
1. Freude am Leben ist Gottesdienst, denn wenn ich mich an all dem freue, was Gott mir gibt, dann bringe ich damit zum Ausdruck, dass ich Gott vertraue. (Mein Gedanke dazu: Das ist eigentlich das einzige, das Gott sich nicht selbst machen kann, mein Vertrauen zu ihm, das ist Anbetung. Apropos: worauf vertrauen wir eigentlich? Sind wir nicht oft Götzendiener, obwohl wir keine Statuen anbeten? Können und sollten wir nicht diese Götzen aufgeben, um Gott kennenzulernen?)
2. Alles im Leben hat einen tieferen spirituellen Sinn, den jeder selbst finden muss, indem er in der Einsamkeit, allein mit Gott, in eine Zeit der Erneuerung geht. (Mein Gedanke dazu: dies kann und darf niemand für den anderen übernehmen, sonst wird Abhängikeit von Menschen geschaffen, anstatt von Gott). Allein mit Gott schöpfe ich Kraft, nicht logisch, aber über das Herz. Am meisten hat mich bewegt, als er erzählte, wie die Chassidim mit der grauenvollen Verfolgung durch die russischen Soldaten umgingen: Vertraut Gott, dass er euch auch dadurch einen tiefern Sinn zeigen will, den ihr selbst finden müsst. Was hätte ich sonst nicht erkannt? Sie fühlten, dass Gott sie durch diese Krisen begleitet und neue Richtung gab.
3. Jeder Mensch hat eine individuelle Berufung und Aufgabe. Gott hat mich so geschaffen, dass ich etwas tun soll, was kein anderer tut. Ich muss das selbst erkennen.
4. Gott ist in der religiösen Pflichterfüllung am wenigsten zu erreichen, sondern wird im Alltag erlebt. Deshalb gab Israel ben Elieser(ca. 1700 – 1760), genannt Baal schem tov (= Ehrentitel, Herr des guten Namens), Begründers der chassidischen Erweckung (jetzt mein Ausdruck) seine Erkenntnisse über Gott auch in Altagsgeschichten weiter. Dies hat mich inspieriert, auch in Alltagerlebnissen mit Gott zu reden und ihm zuzuhören. ( Vielleicht tat ich das ja schon länger, vgl. die Geschichte über das Unkraut und ähnliche)
5. In Gottes Plan hat der Mensch eine entscheidende Rolle. Er hat Teil am Werk Gottes, die Welt zu heilen. Dazu fiel mir in der angeregten Diskussion darüber Noah und sein Bauen der Arche ein. Und die Worte Jesu Christi, dass seine Schüler Licht sein sollten und sein Auftrag, die gute Nachricht über das vollbrachte Sühneopfer weiterzusagen.
Der Weg wird in den Schritten hit bone nut (Schau dich und dein Leben an, dann erkennst du, dass dein Schöpfer größer ist.), hit bat lut (Lass zu, dass du klein wirst, damit dein Schöpfer in dir groß werden kann. Das ist wahre Größe.), dvekut (Anhängen an Gott. Lebe mit Gott Nähe und Intimität – im Alleinsein mit Gott), hitla havut (Entflammung: überschäumende Begeisterung muss sich ausdrücken – mir fällt da als Vergleich das Tor-Schreien bei der Fußballmeisterschaft ein. Noch mehr Begeisterung ist für Gott angemessen!) und tikum olam (Beitrag zur Heilung der Welt. Erkenne, wo deine Wichtigkeit und deine Aufgabew liegt.) beschrieben.
Noch ein Gedanke zum Schluss: Die Frage lautet besser: „Wo ist Gott nicht?“ Du begegnest ihm überall.

Danke für Deine Ausführungen. Du rennst bei mir offene Türen ein.
Vielleicht schaust Du mal bei mir rein. da habe ich was auf meine Weise geschrieben.
Wo Gott ist?
hängt von deinem Willen, Sehnsucht, Gehorsam und Liebe zu diesem Gott ab, ob Du IHN wirklich erfahren willst als deinen Erretter und Erlöser.
Du würdest nicht solch eine Frage stellen, wenn Du nicht von Gott bereits erkannt und beobachtet wirst, denn Gott will Dich in einer reinen und heiligen Verbindung, Vereinigung und Gemeinschaft sehen und sich Dir offenbaren.
Und wenn Gott sich Dir offenbart, so offenbart Er sich nicht durch ein Buch, noch Bibel, auch nicht durch meinen kleinen
bescheidenen niedergeschriebenen Wegweiser.
Gott offenbart sich in deinem Innern, nicht im Verstand, der auf das Irdische und Weltliche ausgerichtet ist SONDERN,
In deinem Innern, Herz und Gewissen, das ist seine Lieblingsstätte und Tempel, in dem Er sich gern von Anfang der Menschheit hätte gern aufgehalten, doch wie es kam, wissen wir und leiden oft selber noch darunter. mal hin und wieder.
Doch Christus kam um einen Neuen Menschen und Neue Kreatur Gottes zu offenbaren durch die Erlösung der Welt und Menschheit, und darum sagt Christus:
„Viele Menschen sind berufen, zu solch einer Herrlichkeit Gottes,
Doch wenige sind erwählt, und WARUM?
Weil sie das Irdische und Weltliche mehr lieben als Gott,
Denn sie lieben die Finstenris mehr als das Licht, denn ihre Gedanken, Werke und Taten, sind Böse, und haben in dem Reich Gottes nichts zu suchen.
Solltest Du das Neue Testamnet lesen, so lese mal die biblischen Verse und Wegsweiser, die sich mit den meinen,
decken:
„Siehe, ich Christus, stehe vor der Herzenstür aller Menschen und klopfe an.
So jemand meine Stimme hören wird und die Tür auftun,
zu dem werde ich eingehen und das Abendmahl /wahre Eucharistie mit ihm halten und er mit mir“. J. CH.
Wer diesen Akt und den nachfolgenden Prozess des Wachstum erfahren hat, der fragt nicht mehr nach Religion, Kirche, Tempel, Gemeinde und Sekte, denn Er ist an dem Brunnen angekommen, aus dem allezeit lebendige Wasser des Lebens strömen, welches ist des lebendigen Gottes Geist, Wort und seine einzig wahre Theologie/Gotteslehre.
Hier ruhe, vor Gott und mit Gott, denn Dir ist der lebendige Gott und sein Christus begegnet, der Deine Versorgung ist in allen Dingen, in Gegenwart, Zukunft und Ewigkeit.
Das wünsche ich Dir unbekannte Fragestellerin:
Wo ist Gott?
Peter Semenczuk,
Autor und Herausgeber christlich- theoligischer Publikationen
im Internet und Selbstverlag
Liebe Rotegräfin!
Ich möchte gerne bei Dir vorbeischauen, schick mir doch einfach einen Link, bitte!
Elise
Hallo Elise,
Ich sag lieber hallo, weil es eine Abkürzung von Halleluja ist und ob ich lieb bin, dass weiß nur der Liebe Gott und dieses Wissen lasse ich auch lieber bei ihm.
Hier spiele ich lieber die Kratzbürste. „Du bist aus Widerspruch zusammengesetzt!“ hat meine Ma oft zu mir gesagt.
Hier mein Link: http://rotegraefin.wordpress.com/
Oh je Peter Semenczuk,
wenn ich Deine Kommentare so lese, dann kräuseln sich mir sämtliche Zehennägeln zu Dauerwellen zusammen. Ich beglückwünsche Dich zu Deinem Talent, am Wesentlichen vorbei zu schreiben, wenn es um eine konkrete Beziehung geht.
Eben hatte ich Gott noch in mein Regal gestellt, jetzt ist der Schlingel schon wieder ausgebüxt! Deshalb kann ich leider nicht sagen, wo Gott ist. Aber sobald ich ihn wieder eingefangen habe, gebe ich bescheid. Versprochen!
Danke für den Link, Rotegräfin!
Hab schon vorbeigeschaut! Interessant! Möchte noch weitere Gedanken von Dir lesen!
Elise
@ HerrVorragend für Dein Bücherregal empfehle ich Dir von Fynn: „Hallo Mister Gott hier spricht Anna“
http://www.literaturschock.de/buecher/3596148030.htm
Ansonsten empfehle ich Dir die Bücher ruhig stehen zu lassen und den PC auch, denn da draußen laufen ca. 7Milliarden Ebenbilder von dem Typen herum. So ein großes Bücherregal kannst Du gar nicht haben, dass die da alle reinpassen.
Du bist also ein 7Milliardester Teil von dem Schlingel pass schön drauf auf und schreib weiter so witzige Kommentare.
Ansonsten ab ins Regal und wehe Du büxt noch mal aus, dann setzt es aber was! Dass de die Engellein im Himmel singen hörst, haste mich verstanden.
@ulrikeleichte
Das freut mich, dass Du es interessant findest. Danke für das Lob. Das braucht der Mensch nun mal eben auch, damit er hier unten auf der Erde nicht ganz vertrocknet.
Hi Ulli!
Hier noch ein humorvoller Beitrag, der zum Thema passt:
http://www.p-shuttle.de/dosi/wo-wohnt-gott/
Grüßle
[...] 5, 2008 von ulrikeleichte Den zweiten Eindruck vom Wochenende im Subiako darf ich euch auch nicht vorenthalten: das Seminar für freiwillige [...]