Wer hat schon eine Vorstellung von 4,2 Millionen Euro pro Jahr. Machen wir doch so ein kleines Rechenexempel: nur durch 14 dividieren(Weihnachtsgeld und Urlaubsgeld schon berücksichtigt) – ergibt 300 000 Euro pro Monat.
Nun ehrlich, so viel muss man arbeiten können, um das zu verdienen! Dabei kann man ja schon noch bedenken, dass ein Unternehmer – oder Manager – vielleicht ja rund um die Uhr beschäftigt ist. Sogar im Traum kommen ihm noch die Zahlen und Börsenkurse unter und vielleicht ja auch gute Lösungen. Also rechnen wir wieder: (24 . 7):40=4,2. Das ist also der Faktor, mit dem man das Einkommen eines gewönlichen 40 Stunden pro Woche Arbeitenden multiplizieren muss. Und dann sollte man ja auch bedenken, dass so jemand sicher ein Veilfaches an Ausbildung hat! Also ein gewöhnlicher Mensch investiert in seine Ausbildung so 8 bis 13 Jahre. Ein „Gstudierter“ hat dann ja noch je nach Studiendauer nochmals 8 Jahre dazu und dann noch die laufenden Weiterbildungen, naja sagen wir das macht den Faktor – wir sind ja nicht kleinlich – 3. Das Produkt beider Faktoren ergibt 3 . 4,2 = 12,6. Das bedeutet, der Lohn von 300 000 Euro pro Monat ergibt einen „gerechten“ Lohn für einen Angestellten mit Matura von 23809,52 Euro pro Monat. Wer so einen Lohn bekommt, der soll mir, bitte, schreiben, damit ich nicht ganz an der Gerechtigkeit zweifle.
Wenn man nun weiterrechnet: 300 000 : (24 . 30) – der aufmerksame Leser wird sofort bemerken, dass ich hier den Stundenlohn des rund um die Uhr arbeitenden Topverdieners berechnen will – ergibt 416,67 Euro. Übrigens ist 300000:(24.31)=403,23 Euro, auch nicht viel weniger.
Nun drängt sich mir aber doch die Frage auf, wieso dann jemand als ebenfalls Akademiker (immerhin Lehramtstudium aus zwei Fächern – und jedenfalls vorgeschriebene Mindeststudiendauer von 9 Semestern) nur 10 Euro für 60 Minuten bekommt. Diese Arbeit muss ja grenzenlos leicht sein. Also, wer will mich vertreten? Bitte gute Nerven, viel Motivationsbegabung, positive Wertschätzung und viel Begeisterung mitbringen!
P.S. Ich verrate nicht, wer 4.2 Millionen pro Jahr verdient, denn sonst bekäme er ja große Konkurrenz.

Das ist Rechnung der Welt und der Süchtigen. Wer im Reich Gottes lebt hat aufgehört zu so zu rechnen. Für den ist jede Sekunde kostbar und unbezahlbar eben ein Geschenk.
Schwer zu verstehen aber wahr. Das heißt jetzt trotzdem sollten wir uns für gerechte Löhne einsetzen und dankbar sein was wir haben.
Ein Spagat, den es immer wieder neu zu bewältigen gilt.
Ich fürchte ja fast, dass so ein Blogbeitrag in die falschen Ohren kommt. Dass nämlich diejenigen, die für gerechte Löhne verantwortlich sind, es nicht hören, sondern die, die die gerechten Löhne bekommen sollten. Leider besteht dann die Gefahr, dass Forderungen und ein Gerangel die Folge sind. So wie man ja bekannlich immer von Männern zitiert hört, dass sich die Frauen unterordnen sollen, aber nie, dass die Männer zuerst aufgerufen wurden, ihre Frauen so zu lieben wie Christus die Gemeinde – der nämlich sein Leben für sie gegeben hat. Aber das sollte ich als Frau natürlich auch nicht zur Sprache bringen – es ist ja nicht meine Verantwortung.
Also – ich sollte darauf achten, meiner Haushalthilfe das zu geben, was ich mir selber als gerechten Lohn wünschen würde, wäre ich in ihrer Lage.
Habe noch etwas gesurft und folgendes gefunden:
Der Prophet Maleachi sagt (Kapitel 3 Vers 5): Ich, der Herr, der allmächtige Gott, sage: Ich werde über euch Gericht halten und als Zeuge auftreten gegen die Zauberer und Ehebrecher, gegen alle, die Meineide schwören, die ihre Arbeiter um den gerechten Lohn bringen, die Witwen, Waisen und Ausländer unterdrücken, ja, gegen alle, die keine Ehrfurcht vor mir haben.“
Gott ist gerecht. Besser hüte ich mich davor, Gott zu spielen!
Nachzulesen in: http://www.bibleserver.com/index.php
Gott zu spielen tun schon genug Leute.
Mit Gott eins sein heißt Hilflosigkeit und Angst mit mehr Gelassenheit durchzustehen und danach etwas Neues entdecken zu können.