War wieder im Garten und freute mich über das grandiose Wachstum. Da blühte es nur so um die Wette. Aber nicht alles freute mich. Dann da sah ich auch so einen Windling, der die anderen Planzen umschlingt und nicht wachsen lässt. Da ging ich gleich ans Jäten! Dabei hatte ich viel Zeit zum Nachenken. und so sahen meine Gespinste aus:
Wer sagt eigentlich, was Unkraut ist und was nicht?
Wo kam das Unkraut her?
Wie bekommt man das Unkraut wieder raus?
Alles wächst, das Kraut und das Unkraut! Welches wird siegen?
Wie soll mein Garten in zehn Jahren aussehen?
Gibt es da nicht so Parallelen zu mir und zu meinem Leben? Wer sagt, was gut ist? Wie kam das Böse hinein? Alles vermehrt sich, der Zorn, der Hass, die Bitterkeit und die Freude, die Liebe, die Güte, die Gelassenheit. Wie bekomme ich das Schlechte wieder raus und wie soll mein Leben am Ende aussehen?
Jesus sagt: Die Planzen, die mein Vater nicht geplanzt hat, werden ausgerissen. Und die Planzen, die Frucht bringen, die reinigt er. Und das Samenkorn des Wortes Gottes wird unter dem Unkraut der Freuden der Welt und den Dornsträuchern der Sorgen der Welt erstickt.
Im Schöpfungsbericht steht, dass Gott Gewächse schuf und sie zum Wachstum bestimmte. Er pflanzte einen Garten und bestimmte den Menschen zum Gärtner. Er sollte nach dem Willen des Eigentümers den Garten pflegen!
Also ist es schon recht, das Unkraut auszureißen. Wenn man weiß, was der Eigentümer geplanzt hat und was nicht. Doch nur in meinem Verantwortungsbereich – in meinem eigenen Leben! Nicht in Nachbars Garten!

