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War wieder im Garten und freute mich über das grandiose Wachstum. Da blühte es nur so um die Wette. Aber nicht alles freute mich. Dann da sah ich auch so einen Windling, der die anderen Planzen umschlingt und nicht wachsen lässt. Da ging ich gleich ans Jäten! Dabei hatte ich viel Zeit zum Nachenken. und so sahen meine Gespinste aus:

Wer sagt eigentlich, was Unkraut ist und was nicht?

Wo kam das Unkraut her?

Wie bekommt man das Unkraut wieder raus?

Alles wächst, das Kraut und das Unkraut! Welches wird siegen?

Wie soll mein Garten in zehn Jahren aussehen?

Gibt es da nicht so Parallelen zu mir und zu meinem Leben? Wer sagt, was gut ist? Wie kam das Böse hinein? Alles vermehrt sich, der Zorn, der Hass, die Bitterkeit und die Freude, die Liebe, die Güte, die Gelassenheit. Wie bekomme ich das Schlechte wieder raus und wie soll mein Leben am Ende aussehen?

Jesus sagt: Die Planzen, die mein Vater nicht geplanzt hat, werden ausgerissen. Und die Planzen, die Frucht bringen, die reinigt er. Und das Samenkorn des Wortes Gottes wird unter dem Unkraut der Freuden der Welt und den Dornsträuchern der Sorgen der Welt erstickt.

Im Schöpfungsbericht steht, dass Gott Gewächse schuf und sie zum Wachstum bestimmte. Er pflanzte einen Garten und bestimmte den Menschen zum Gärtner. Er sollte nach dem Willen des Eigentümers den Garten pflegen!

Also ist es schon recht, das Unkraut auszureißen. Wenn man weiß, was der Eigentümer geplanzt hat und was nicht. Doch nur in meinem Verantwortungsbereich – in meinem eigenen Leben! Nicht in Nachbars Garten!

Hallo, ich meld mich mal wieder! War in der Versenkung! Ich war nicht in Urlaub. sondern in der Arbeit. Die Prüfungen nahen und da gibt es viel zu tun. Eine gute Freundin von mir hat morgen eine Prüfung. Ich muss gleich wieder weiter, sie etwas beruhigen. Sie hat so fleißig gelernt und ich bin sicher, sie kann es!

Ich freu mich über euch, liebe Besucher.

 Wünsche euch eine gute Zeit, bis zum Urlaub ist es nicht mehr weit.

offen gesagt

Einen ganz tiefen Einblick in das Leben und die Persönlichkeit von Dan kannst du hier entdecken: Ich zitiere kurz: 

The Personal Impact of the Massacre in Jerusalem

This morning, as I was thinking about the families facing these tragedies, I was brought back to a seemingly trivial episode last Friday evening, when I was rushing to synagogue to attend services welcoming the Sabbath, together with my son Shmuel (soon to be seven), and my four-year-old, David. As we were walking on the sidewalk, I saw a sharp branch from an overhanging vine poke Shmuel next to his left eye, and instantly felt a flash of pain in my left eye, as if the branch had struck me. My pain disappeared when I realized that it was not me who had been hit, and my worry faded within a few minutes when I saw that the only wound to Shmuel was to his pride. Afterwards, I felt oddly content, knowing that at least in that one moment, I had been a genuine parent, feeling my child’s pain as my own and wishing only that I could have protected him from its source. …

This morning, sensing the fragility of life, I actually meant them (die Worte des Segens, eingefügt von mir)—not only for my David, but on behalf of all the parents in Israel, who are doing their best to keep their children safe and sound in a country in which this is not always so easy—and who must cope with tragedy when the peace for which we work and pray is shattered.
Solche Eltern! Die würde ich jedem wünschen.
Der Bericht gibt noch mehr Einblick in das Leben, das tägliche, und das tragische, in Israel.
Schreib mir, wenn ich es dir übersetzen soll.

Die Katzengeschichten sind eine Illustration zu zwei Arten von Liebe. Die erste war die elterliche Liebe. („Die Kunst, einen Kaktus zu umarmen“ las ich auf einem Buch über Eltern von Teenagern.) Diese Liebe gibt. Und die zweite ist die Liebe zwischen Partnern. Diese Liebe beruht auf gegenseitigem Schenken und Beschenktwerden. Die Fähigkeit zur Partnerliebe wächst durch den reichlichen Genuss der Elternliebe. Doch sie ist kein Ersatz dafür. Leider! Denn dann wäre es ja so einfach, alle Defizite aufzufüllen. – Oder gibt es, bitte, jemanden ohne Defizit?

Verwechlungen leiten uns da in die Irre!

Heiter

Nach dem düsteren Thema suchte ich jetzt etwas Heiteres. Hier bin ich fündig geworden:

Fortsetzung der Katzengeschichte!

Du erinnerst dich an den Kater in der Nachbarschaft, der pfauchte, als ich ihn hochnahm?

Er war wieder einmal bei uns herinnen. Und, oh Wunder, er ließ sich streicheln und war ganz freundlich! Mein Sohn kann es bezeugen.

Daraus konnte ich etwas lernen! Du auch?

Hallo, Ihr Lieben! das ist bei mir rausgekommen:

What Famous Leader Are You?
personality tests by similarminds.com
Habt ihr auch Lust, den Test zu machen? Er dauert nur 10 Minuten und  ist aber nicht so ein ganz ernster Test. Also viel Spaß!

Heute, während der langen Wartezeit beim Zahnarzt kamen mir folgende Einsichten:

Der Durchschnitt zweier Mengen besteht aus den Elementen, die beide mengenbildenden Eigenschaften auf sich vereinen. Also ein ganz einfaches Beispiel: Die eine Menge ist die Menge der großen Schuhe. Die andere Menge die der roten Schuhe. Der Durchschnitt beider Mengen sind alle großen, roten Schuhe, also alle Schuhe, die groß und rot sind.

Soweit so gut. Aber wohin soll ich sie einräumen? In das Fach der großen oder das Fach der roten?

Das macht unsicher. Und da liegt das Problem.

Man sollte meinen, diese großen roten Schuhe passen in jedes Fach, sind überall willkommen!  Aber weit gefehlt! Die großen Schuhe wollen sie nicht, weil sie rot sind und eigenlich zu den anderen gehören. Die roten Schuhe wollen sie nicht, weil sie in dem Fach doch alle kleine Schuhe sind und die großen doch nicht dazu passen.

Nun frage ich: Wie ist das in der Gesellschaft? Man sollte doch meinen, dass einer mit österreichischer Staatsbürgerschaft und afrikanischer Herkunft in beiden Kulturen zu Hause und angenommen ist. Stimmt das? Oder ein Slowene, der in Österreich österreichischer Staatsbürger ist? Oder ein Jude, der Jesus als seinen Messias erkennt, von Juden und Christen geliebt wird.  Oder ein Albaner (volksmäßig), der serbischer Staatsbürger ist. Oder ein Pflegekind, sollte es nicht doppelt so viel Liebe bekommen, von den leiblichen Eltern und von den Pflegeeltern? Ebenso ein Aoptivkind?

Oder sitzen sie doch eher zwischen zwei Stühlen – und fallen durch?

Gelegentlich wird mein Mann, der schon lange in Österreich ist, dann doch noch zuweilen gefragt: „gö, du bist net vo do?“ Und wenn er im Schwabenländle ist, wo er herkommt, dann „ogfärbt hat des eschtereichische aber au!“ (Verzeiht, wenn der Dialekt nicht ganz getroffen ist, ich bin doch keine Schwäbin)

Und aus eigener krisenreicher Geschichte kenne ich den Konflikt zwischen leiblichen und Adoptiv- oder Pflegeeltern und das Dilemma des Kindes zwischen den Stühlen. Und welch schwieriger Prozesse oder vielleicht nur unkomplizierterer Menschen es bedarf, wenn das Kind nicht zwischen den Stühlen hindurchfallen soll! Nach meiner Erfahrung war es die Unsicherheit, die die doppelte Liebesration für unsere (Pflege- und Adoptiv-)kinder eingeschränkt hat. Dass es dann doch nicht so schimm wurde, und wir zu gegenseitigem Respekt und zu Dankbarkeit für einander gefunden haben, danke ich Jesus, der mir die Augen öffnete dafür, wie er uns alle sah, als so kostbar, dass er alles gab, um mit uns zusammensein zu können. Das nahm die Unsicherheit.

Nachgedacht

Bei genauerem Hinsehen auf die letzten Artikel kam ich doch auf einen Fehler. Der Moderator in der Hölle hätte wahrscheinlich nicht gesagt, dass alle diesen Ort selbst gewählt haben. So ehrlich wäre er gar nicht gewesen. Er hätte die Schuld abgeschoben. So geht es doch häufig, oder?

Gestern waren wir bei Freunden und bei wunderbarer Gemeinschaft kam auch das Gespräch auf Himmel und Hölle. Da hörte ich einen Vergleich von Werner Gitt: Die Hölle ist nicht wie das gesellige Zusammensein von Gleichgesinnten, es ist wie eine Einzelhaft. Das brachte mich auf den Gedanken des dritten Teils der Moderation aus der Hölle:

Moderator allein auf der Bühne:

„Nun, wo bleiben sie denn alle vom letzten Mal, die begeisterten Höllensucher. Oder gibt es eine Meuterei? Na die werden wir schon in den Griff kriegen! Letztes Mal haben sich ja unzufriedene Stimmen gemeldet. Jemand hätte ihnen was weggenommen. Jemand hätte ihnen weh getan! So ein Kleinkinderkram. Das ist doch nichts für richtig Große, diese Beschwererei. Ich bin doch nicht ihr Babysitter! Da müssten sie schon zu Papa gehen. …

… Sie sollten doch schon längst hier sein. Denn jetzt geht es doch erst so richtig los. Ist denn da so wenig Interesse? Das kann ich nicht glauben.

Nach einiger Zeit: So etwas! Da ging ich nachschauen und die sitzen doch glatt hinter hohen Mauern – ein jeder hinter seiner eigenen mit seinem Kram. Wovor fürchten die sich eigentlich, dass sie sich selbst einsperren? Mit denen kann ich wirklich nichts mehr anfangen. Sie sind selber Schuld!

Starten wir also gleich mal die Runde für die nächsten Neuankömmlinge!

Hereinspaziert, meine Damen und Herren! Hereinspaziert. Kommen Sie nur ruhig näher! Gleich beginnt die Führung durch dieses weite Areal, das Sie als ihr Domizil ausgewählt haben. Was Sie sich wünschen, ist hier vereint. Kommen Sie nur. Lernen Sie die Vorzüge des Lebens hier kennen! … O, wie bitte? Eine Frage? Jawohl! Was hinter den Mauern ist? Ach so. Niemand. Ich hab noch nie jemanden von dort herauskommen sehen. Da können Sie ganz beruhigt sein. …“

Doch es war keine Ruhe im Lande.

Nach einigen Wochen: (Moderator leise zu sich selbst) „Da sind sie ja wieder, sie alle!  Der Hunger trieb die einen aus ihren Löchern und die anderen dazu, die Mauern zu durchbrechen, hineinzusteigen in die Comfortzone der ersteren. Der Kreislauf hat sich eingespielt. Der ewige Kreislauf von „Gut und Böse“, das Wechselspiel von Aggression und Regression. Keiner kann ohne den anderen und doch kann keiner mit dem anderen. (Laut zu allen) Weidmanns Heil! 

Sie haben gewählt! Sie haben uns ihr Vertrauen geschenkt! …“

„So ich denke, Sie haben sich jetzt schon ein wenig aklimatisiert. (Leises Raunen im Publikum) Sie gestatten, dass ich jetzt wieder das Jackett ausziehe. Es ist ganz schön heiß hier auf der Bühne. Aber bitte, kommen Sie doch auch hier herauf ins Rampenlicht. Wie ging es denn so in den letzten Wochen? Was habe ich da gehört? Ihnen passt etwas nicht? Darf ich Sie freundlich darauf hinweisen, dass Sie alle freiwillig hierhergekommen sind. Niemand hat Sie gezwungen oder hierhergetreten!

Sie wollen sich beschweren! Bei wem denn? Also bitte! Hier gibt es keine Gesetze und auch keine Gerichte. Help yourselves! Do it yourself! Selbst ist der Mann – und die Frau. Doch nun kommen Sie mit zur Entdeckungsrunde des weiten Areals.“

Seine Worte verlieren sich im allgemeinen Gemurmel. Jeder ist mit sich selbst und seinen Emotionen beschäftigt.

 Wer von Euch kann sich eine Fortsetzung ausdenken?

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